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Zum Ende der Seite springen Liköre - mal ungwöhnlich
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Kassandra Lee Kassandra Lee ist weiblich
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Liköre - mal ungwöhnlich Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

HAUSLIKÖR („Miraculix-Schnaps")


Dieser Likör gehört zu den traditionellsten Hausrezepten aus den Kochbüchern unserer Ururur-Großmütter. Unter sehr persönlichen Bezeichnungen wie „Hausschnaps" oder „Hauslikör", auch „Mein Likör", ist er noch manchmal in handgeschriebenen Kochbüchern zu finden.
Alkohol jeder Art, vom Wein bis zum Branntwein, wurde mit Hilfe getrockneter Früchte aromatisiert, damit er einen vollmundigen Geschmack bekam.
Je nach Region, Saison und finanziellen Möglichkeiten wurden dem Alkohol Rosinen, Dörrpflaumen, getrocknete Apfelschalen, getrocknete Kirschen oder gedörrte Aprikosen beigefügt und für einige Tage, manchmal auch für Wochen, darin belassen.
Importierte Gewürze wie Zimt, Gewürznelken oder Vanille wurden, weil eben teuer, dem „Hauslikör" erst in jüngerer Zeit beigegeben.
Heute, wo uns alle Grundstoffe in bester Qualität und zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stehen, ergeben Variationen dieser alten „Notrezepte" in jedem Fall Produkte bester Qualität und laden daher zu umfangreicher Experimentiertätigkeit ein.
Achtet darauf, daß ihr ungeschwefelte Dörrfrüchte für den Ansatz bekommt.

Für den Ansatz:

5 Dörrpflaumen
5 getrocknete Aprikosen
10 Rosinen
eine Handvoll getrocknete Apfelschalen oder Apfelringe
3-5 Gewürznelken
1/2 Zimtrinde
ein dünn abgeschnittenes Stück der Schale einer unbehandelten Orange
1 l Kornbranntwein 40%.

Früchte und Gewürze in ein Ansatzgefäß aus Glas oder Keramik geben, mit Alkohol übergießen.
Gefäß gut verschließen und für 3 Wochen an einen warmen Ort, aber nicht in die Sonne stellen.

Den Ansatz abseihen, 250 ml Wasser zusetzen, gut vermischen.
Je nach Geschmack kann er nun noch mit einer Zuckerlösung verfeinert werden, z. B. aus 150 g Zucker und 150 ml Wasser.

Den Likör filtrieren, in Flaschen füllen, gut verschließen.
Er ist sofort trinkfertig.
Variation: Auch Wein, den ihr einige Tage mit Trockenfrüchten ansetzt, schmeckt süß und wunderbar.
Hier reichen etwa 10 Trockenfrüchte für einen Liter Wein. Zitronen- oder Orangenschalen solltet ihr allerdings nicht in Wein ansetzen.


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15.01.2006 13:26 Kassandra Lee ist offline E-Mail an Kassandra Lee senden Homepage von Kassandra Lee Beiträge von Kassandra Lee suchen Nehmen Sie Kassandra Lee in Ihre Freundesliste auf
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Tannenwipfelikör / Sirup Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

TANNENWIPFELIKÖR / SIRUP


„Maiwipferl"', so werden in Österreich und Süddeutschland die Triebspitzen der Tannen und Fichten genannt, junge Knospen und Nadeln, die einen ganz besonderen, harzigen Geruch verströmen.
Sie riechen nach immergrünen Bäumen, den alten Symbolen langen Lebens, erinnern an alte Kindermärchen und -sagen, duften eben nach Wald.
Das Sammeln der Zutaten zur Bereitung dieses Likörs wird zur Herausforderung für Waldkundige.
Entweder du übst dich im Baumklettern, oder aber du suchst nach frisch gefällten Bäumen, auf denen sehr oft junge Triebe zu sehen sind.
Gesammelt sollen die Wipfel, wie schon der Name sagt, nur im Frühling werden. Die Knospen sind dann richtig, wenn sie noch so weich sind, daß man sie mit den Fingern leicht zerrei­ben kann.
Die Triebspitzen sollten nicht von jungen Bäumen stammen, im, Gegenteil.
Sie sind reich an Vitamin C, müssen aber rasch verarbeitet werden, denn durch Lagerung verlieren sie ihre Wirkstoffe.
Die Volksheilkunde preist die Tannen- und Fichtenwipfel als Heilmittel gegen Erkältungserkrankungen und Frühjahrsmüdigkeit.
Nicht zufällig haben viele Hustenbonbons zumindest den werbeträchtigen Namen von immergrünen Bäumen.


Für den Ansatz:

15 Triebspitzen von Tanne oder Fichte (auch Tanne und Fichte)
1 l Kornbranntwein 40% oder auch Gin.

Wenn es für dich wichtig ist, die Wipfel zu waschen, spüle sie mit kaltem Wasser ab. Das muß aber nicht sein.
Die Triebspitzen in ein Gefäß aus klarem Glas geben, Alkohol dazu, das Gefäß gut verschließen und für 6 Wochen an einen sonnigen Platz stellen.

Den Ansatz abseihen und filtrieren. Eine Zuckerlösung aus 250 g Zucker und 400 ml Wasser kochen.
Abkühlen lassen und mit der Essenz vermischen.

Nun den Likör verkosten und nach Geschmack nachsüßen. In Flaschen füllen, gut verschließen.
Der Likör ist trinkfertig, wird aber besser, wenn er noch 6—8 Wochen ruhen kann.


Variationen:

• Berühmt ist auch der Tannenwipfelsirup.
Sie können Ihren Likör auch erhalten, indem Sie zuerst einen Sirup bereiten und diesen dann zu Likör weiterverarbeiten.
So haben Sie beides, Sirup und Li­kör.
Für den Sirup werden die Triebspitzen und Knospen von Tannen und/oder Fichten in ein Ansatzglas (am besten eignen sich Einsie­degläser) gegeben und mit einer dicken Schicht Kristallzucker be­deckt.

Das Gefäß gut verschließen und an einen sonnigen Platz stel­len.
Nach einiger Zeit sehen Sie, wie vom Boden der Sirup hochsteigt.
Nach ca. 8 Wochen wird der Sirup in dunkle Flaschen ge­füllt, gut verschlossen und an einem eher kühlen, dunklen Platz auf­bewahrt.

Er ist lange haltbar und kann als Hustensaft getrunken werden.
Für die Likörbereitung wird der fertige Sirup in einer Flasche mit Ansatzkorn 40% aufgegossen. Man rechnet etwa 1/3 Sirup, 2/3 Alko­hol.
Die Flasche gut verschließen und für 2-3 Monate an einen dunk­len Ort stellen. Dabei öfter sanft schütteln.
Der Likör muß danach filtriert, verkostet und nach Bedarf mit Zuckerlösung nachgesüßt werden. Dann ist er trinkfertig.

• Für den Tannenwipfellikör eignen sich auch die Triebspitzen von Kiefern (Föhren) oder Lärchen.
Für den Likör können Sie die Trieb­spitzen Ihrer Wahl verwenden, jede Mischung ist möglich.


Tip:

Aus den Wipfeln läßt sich auch ein guter Tee bereiten, der aller­dings nur wirkt, so lange die Triebspitzen frisch sind.
Zwei bis drei Wipfel werden mit 0,5 1 heißem, aber nicht kochendem Wasser über­gossen. Zehn Minuten ziehen lassen, dann trinken.
Der Tee hilft, Er­kältungskrankheiten zu vertreiben.

Zuletzt sei noch einmal die Bitte formuliert: Reiße die Triebspit­zen nicht von jungen Bäumen, besonders in Aufforstungsgebieten, ab.


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15.01.2006 13:39 Kassandra Lee ist offline E-Mail an Kassandra Lee senden Homepage von Kassandra Lee Beiträge von Kassandra Lee suchen Nehmen Sie Kassandra Lee in Ihre Freundesliste auf
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Magenbitter Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

MAGENBITTER


Die Bitterliköre gehören zu den wohl ältesten und auch geheimnisvollsten unter den Ansatzlikören.
Denn einerseits repräsentieren sie noch die medizinische Autorität der mittelalterlichen Mönche, die mit Essenzen aus Alkohol, Kräutern, Drogen und geheimnisvollen Gewürzen ihre Apotheken füllten, um sie innerlich und äußerlich an leidende Menschen und Tiere zu verabreichen, oft auch nur auf Verdacht zu erproben.
Andererseits sind die Magenbitter bis heute durch eine gute Palette von bekannten Markennamen vertreten, und untersucht man auch alte Rezepturen des Likörgewerbes und der Industrie, so findet man hier eine ungeheure Fülle an Mischungen und Herstellungsmethoden.
Tatsächlich sind ja bis heute die wichtigsten Markenprodukte - was ihre Rezepturen betrifft - wohlgehütete Geheimnisse.
Die ursprünglich heilsame Anwendung der Magenbitter als Verdauungshilfen, als Appetitanreger, als Körperwärmer und zur Weckung der Lebensgeister hat sich heute selbstverständlich zum Hauptgebrauch als anregender Aperitif gewandelt. Trotz aller Wandlung im Konsumverhalten gegenüber den ehrwürdigen alten

Bitterlikören, stellen diese aber bis heute noch immer einen kleinen Notanker bei Völlegefühl und Übelkeit nach zu üppigem Essen dar.

Für den Ansatz sind getrocknete Kräuter angegeben, die ihr in der Apotheke erhaltet, sofern ihr sie nicht selbst gesammelt habt.


Für den Ansatz:

2 g Wermut
2 g Tausenguldenkraut
2 g Pfefferminz­blätter
2 g Melissenblätter
3 g Süßholzwurzel
3 g Johannisbrot
5 Ge­würznelken
1/2 Zimtstange
5 Körner Koriander
Schale einer unbe­handelten Orange
1 l Kornbranntwein 40%.

Gewürze im Mörser zerkleinern oder auf ein Papier legen, mit Backpapier bedecken und vorsichtig mit dem Nudelholz zerkleinern.
Die Schale der Orange so dünn wie möglich abschälen, damit die weiße Haut auf der Frucht bleibt.

Gewürze und Orangenschale in ein Ansatzgefäß aus Glas geben, mit dem Alkohol übergießen.
Gefäß gut verschließen und für 4 Wochen an einen warmen Ort, aber nicht in die pralle Sonne stellen.

Ansatz abseihen.
Eine Zuckerlösung aus 250 g Zucker und 300 ml Wasser kochen. Uberkühlen lassen, mit dem Ansatz vermischen.
Gefäß wieder gut verschließen und an obigem Platz für weitere 6 Wochen ste­hen lassen.

Den Bitterlikör filtrieren und verkosten.
Der Zuckerzusatz ist be­wußt niedrig gehalten, der Bitterlikör soll nicht zu süß werden. Aber natürlich können Sie jetzt noch Zuckerlösung beifügen.

In Flaschen füllen, gut verschließen.
Der Likör kann sofort getrun­ken werden, wird aber besser, wenn er 2 Monate lagert.
Es kann im­mer noch passieren, daß sich Schwebstoffe am Flaschenboden abset­zen.
Dann sollten Sie später noch einmal filtrieren.


Tip:

Zum Bitterlikör paßt sehr gut brauner Zucker, aber auch Honig.


Quelle: Liköre und Ansatzschnäpse selbstgemacht von Franz Severin Berger & Christiane Höller

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15.01.2006 13:47 Kassandra Lee ist offline E-Mail an Kassandra Lee senden Homepage von Kassandra Lee Beiträge von Kassandra Lee suchen Nehmen Sie Kassandra Lee in Ihre Freundesliste auf
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Weissdornlikör Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Weissdornlikör


Weißdorn hilft gegen Herzschwäche und stärkt den Herzmuskel. Von dem Likör sollte bei Schlaflosigkeit und Alpträumen ein kleines Gläschen vor dem schlafen getrunken werden. Er beruhigt und lindert Verspannungen.

Zutaten:

2 handvoll Blüten - Blätter vom Weißdorn
3 EL Zucker
¼ Vanilleschote(n)
½ Liter Weinbrand



Zubereitung:

Die gewaschenen Blütenblätter in einen Behälter geben, Zucker und Vanillestange dazu.
Mit Weinbrand übergießen. Ungefähr 3 Monate bei Zimmertemperatur (keine Sonne) stehen lassen.
Abseihen und in eine Flasche füllen.

Der Likör muss noch einige Wochen ruhen. Keine ganzen Blüten verwenden, der Likör würde dann bitter.


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14.04.2006 13:06 Kassandra Lee ist offline E-Mail an Kassandra Lee senden Homepage von Kassandra Lee Beiträge von Kassandra Lee suchen Nehmen Sie Kassandra Lee in Ihre Freundesliste auf
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Honiglikör Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Honiglikör (Bärenfang aus Ostpreußen)


Der Honig ist nicht nur das wahrscheinlich gesündeste, sondern auch eines der ältesten Süßmittel in der menschlichen Ernährung.
Denn der Zucker aus dem Zuckerrohr Indiens, der moderne Rübenzucker und an­dere rein chemische Süßstoffe sind Innovationen der menschlichen Kul­tur in späteren Zeiten bis in die jüngste Geschichte.
Den Honig leckten sich jedoch schon die Menschen in der grauen Vorgeschichte gerne von den Fingern, wenn sie den wütenden Angriff der Eigentümer, der wilden Bienen, überstanden oder diese ausgetrickst hatten.
Natürlich lieben den Honig auch andere Lebewesen. Und so wie man mit Speck Mäuse fängt, so könnte man doch mit Honig dem Meister Petz, dem Bären, nachstellen.
Ein klassischer Likör, ein Honiglikör eben, trägt diesen humorigen Namen: Bärenfang.

Und angeblich haben die Bauern aus Masuren einst mit Hilfe dieses Liköres tatsächlich Bären gefangen - zumindest erzählt das die Legende.
Im Handel gibt es heute viele verschiedene Honigqualitäten und geschmacksrichtungen. Suchen Sie jenen Honig von bester Qualität aus, der Ihnen besonders zusagt. Abgeraten wird allerdings vom sogenann­ten Tannenhonig, er könnte den Likör vielleicht zu bitter machen.
Be­sonders empfehlenswert sind Lindenblüten-, Heide- oder Akazienblü-tenhonig. Gesund ist der folgende Honiglikör auf jeden Fall.
Denn da der Honig nur erwärmt und nicht zum Kochen gebracht wird, bleiben alle seine gesunden Wirkstoffe erhalten.


Für den Ansatz:

500 g Honig
200 ml Wasser
1 Liter Kornbranntwein 40% oder Weinbrand.

Honig und Wasser in einen Topf geben, auf kleinster Flamme unter ständigem Rühren ganz sanft erhitzen, bis sich der Honig gelöst hat. Das Honigwasser soll stets lippenwarm bleiben und darf nicht zu heiß werden.

Das Honigwasser in ein Ansatzgefäß, besser aber in eine 1 1/2 Literflasche geben.
Mit Alkohol auffüllen. Nun die Flasche sanft schütteln, damit sich die beiden Flüssigkeiten gut durchmischen.
Flasche verschließen und für 6-8 Wochen an einen möglichst kühlen Platz stellen. (Der Ho­nig bildet gerne Schlieren.
Diese werden am leichtesten beseitigt, wenn die Honiglösung möglichst kühl aufbewahrt wird.)

Den Ansatz durch ein Filterpapier laufen lassen.
Danach wieder in eine Flasche füllen, verschließen und im Kühlen lagern.
Der Likör ist jetzt fertig, sollte aber noch einige Wochen ruhen. In dieser Zeit kann er im Abstand von mehreren Tagen wiederholt filtriert werden, damit er klar wird.
Sollte der „Bärenfang" trüb bleiben, so ist das keineswegs ein Zeichen von schlechter Qualität, sondern lediglich ein Beweis dafür, daß die Heilkräfte des Honigs nicht durch Aufkochen zerstört worden sind.


Quelle: Liköre und Ansatzschnäpse selbstgemacht von Franz Severin Berger & Christiane Höller

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14.04.2006 14:20 Kassandra Lee ist offline E-Mail an Kassandra Lee senden Homepage von Kassandra Lee Beiträge von Kassandra Lee suchen Nehmen Sie Kassandra Lee in Ihre Freundesliste auf
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Löwenzahn


Der Löwenzahn ist eine Pionierpflanze. Wo immer seine Samen einen Spalt finden, lassen sie sich nieder, wurzeln ein und treiben aus.
Das ist übrigens ein Kennzeichen aller so genannten „Unkräuter". Es ist ihre Aufgabe in der Natur, aus vorerst unfruchtbaren Böden, Schutthalden, sogar aus Felsenboden fruchtbaren Untergrund, für anspruchsvollere Vegetation zu schaffen.
Schon an dieser Vorreiterrolle zeigt sich, wie falsch und mißverständlich der Begriff „Unkraut" für Pflanzen ist, die durch ihr eigenständiges Wachsen unseren unnatürlichen Ordnungs­sinn stören.
Die Volksheilkunde lobt vor allem die blutreinigende Kraft des Löwenzahns.
Für die Likörbereitung werden ausschließlich die goldgelben Blütenköpfe verwendet.
Sie sollten im April oder Mai ange­setzt werden, wenn sie in voller Blüte stehen.
Die Sommerblüten ent­wickeln nicht mehr das gleiche volle Aroma. Pflücken Sie die Blüten bei sonnigem Wetter, aber nicht von Pflanzen, die in der Nähe stark befah­rener Straßen wachsen.
Die Verschmutzung durch Abgase läßt sich auch durch gründliches Abwaschen nicht entfernen.





Für den Ansatz:

3 Handvoll Löwenzahnblüten (etwa 40-60 Blüten­köpfe)
1 unbehandelte Zitrone, 11 Kornbranntwein 40%.
1Blüten von Stielen und Blättern befreien.
Nun sollten Sie die gelben Blütenblätter auszupfen, das ist mühsam, aber es lohnt sich. Wenn Sie die ganzen Blüten verwenden, wird der Likör leicht bitter.

Blütenblätter in ein Ansatzgefäß aus klarem Glas geben, die unge­schälte Zitrone in Scheiben schneiden und beifügen, alles mit Alkohol übergießen. Gut verschließen und für 1 Woche an einen sonnigen Platz stellen.

Den Ansatz durch ein Sieb seihen, dann filtrieren. Eine Honiglösung aus 300 g Honig und 400 ml Wasser bereiten. (Wenn Sie den Honig un­ter ständigem Rühren leicht erwärmen, bis er sich auflöst, bleiben seine Wirkstoffe erhalten, aber er bildet Schlieren. Kochen Sie den Honig auf, gehen Wirkstoffe verloren, aber der Likör wird klar.) Mit dem Ansatz vermischen. Einen Tag stehen lassen, dann nochmals filtrieren.

In Flaschen füllen, gut verschließen. Der Likör sollte nun 3 Monate ruhen.



Variation:

Einen „Löwenzahngeist" erhalten Sie, wenn Sie dem gereiften An­satz keine Honiglösung zusetzen. Der Löwenzahngeist gehört in die Hausapotheke, er wird in der Volksmedizin zur Verbesserung des ge­samten Stoffwechsels empfohlen.

Auch einen Löwenzahnwein können Sie aus den ausgezupften Blü­tenblättern bereiten: Eine Handvoll Blütenblätter mit 11 leichtem, trockenem Weißwein übergießen. 24 Stunden lang an einem eher kühlen, dunklen Ort stehen lassen, dann abseihen. Der Wein kann sofort getrunken werden.


Quelle: Liköre und Ansatzschnäpse selbstgemacht von Franz Severin Berger & Christiane Höller

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18.04.2006 09:39 Kassandra Lee ist offline E-Mail an Kassandra Lee senden Homepage von Kassandra Lee Beiträge von Kassandra Lee suchen Nehmen Sie Kassandra Lee in Ihre Freundesliste auf
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Rosenlikör Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

ROSE






Die Rose gilt als die Königin der Blumen, und das nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern vor allem wegen ihres betörenden Duftes.
Daß sie auch zu den Heilpflanzen zählt, ist weitgehend unbekannt.
Ein Tee aus getrockneten Rosenblättern wird in der Volksheilkunde zu Blutreinigung und Nervenstärkung empfohlen.
Bei Zahnschmerzen kann der Tee zur Mundspülung verwendet werden, bei Kopfschmerzen soll man die Schläfen damit einreiben.
Schon der Tee aus den Blättern der voll erblühten Rose - es gibt mehrere tausend verschiedene Rosenarten! - schmeckt wunderbar.
Der Rosenblütenlikör aber ist sicherlich einer der edelsten unter den Likören. Allerdings müssen Sie, wenn Sie diesen Likör bereiten, Vorsorgen.
Die Rosen, deren Blütenblätter Sie verwenden wollen, dürfen nämlich nicht gespritzt oder anders chemisch behandelt werden.
Pflücken Sie die Rosen an einem warmen, sonnigen Tag, möglichst zur Mittagszeit.


Für den Ansatz:

Etwa 5 Handvoll Rosenblätter
0,5 1 Wasser
Später: 11 Kornbranntwein 40%
1 Messerspitze Kardamom
1 Vanilleschote
300 g Zucker (noch besser Honig)
300 ml Wasser.


Die Blütenblätter von Stielen und grünen Blättern befreien, vom Fruchtansatz lösen. Nicht waschen!

In ein Ansatzgefäß aus Keramik oder dunklem Glas geben. 0,5 1 Wasser zum Kochen bringen, abkühlen lassen, bis es lauwarm ist. Wasser über die Rosen gießen.
Das Gefäß gut verschließen und 2-3 Tage an einen nicht zu kalten Ort (nicht unter 15 Grad), aber nicht in die Sonne stellen.

Ansatz durch ein Sieb seihen.
Die Honiglösung (Zuckerlösung) kochen und mit dem Ansatz und den Gewürzen vermischen.
Alkohol da-zugießen. Gefäß gut verschließen und wieder für 4 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen.

Den Likör filtrieren und verkosten. Bei Bedarf nachsüßen.

In Flaschen füllen, gut verschließen. Der Likör ist trinkfertig, wird aber geschmacklich besser, wenn er 2-3 Monate ruhen kann.
Die Grundregel lautet: Der im Sommer angesetzte Rosenblütenlikör ist zu Weihnachten gerade recht.

Tips:

Der Rosenblütenlikör kann auch mit einem Gläschen Kirschwasser abgerundet werden. Probieren Sie aber vorerst an einer kleinen Menge, ob Ihnen diese Geschmacksrichtung zusagt!

Für diesen edlen Likör sollten Sie die Honiglösung kurz zum Kochen bringen.
Der Honig verliert zwar einige seiner Wirkstoffe, leidet aber geschmacklich nicht darunter.
Und der Rosenblütenlikör sollte doch klar und frei von Honigschlieren sein.


Quelle: Liköre und Ansatzschnäpse selbstgemacht von Franz Severin Berger & Christiane Höller

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02.05.2006 11:35 Kassandra Lee ist offline E-Mail an Kassandra Lee senden Homepage von Kassandra Lee Beiträge von Kassandra Lee suchen Nehmen Sie Kassandra Lee in Ihre Freundesliste auf
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Minze – Melissen – Likör Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Minze – Melissen – Likör


Dieser Likör wirkt Magen- und Nervenstärkend.

Zutaten:

15g frische Pfefferminze
30g Zitronenmelisse
4 Tropfen Aromaöl Zitrone (ich hab lieber etwas Zitronensaft genommen)
125g weißer Kandiszucker
10g Korianderkörner
1 Flasche Korn (38%)


Zubereitung:

Zitronenmelisse und Pfefferminze waschen und mit Kühenpapier abtupfen.

Dann die Blätter abzupfen und schichtweise mit dem Zucker in ein verschließbares Gefäß geben.

Anschließend die Korianderkörner darüber geben und den Korn aufgießen.

Der Likör muss nun 6 Wochen an einem warmen, aber nicht sonnigen Platz ziehen und sollte ab und zu gut duchgeschüttelt werden.

Danach gut durchsieben, filtrieren und in Flaschen abfüllen.



Quelle: Kräuterbuch für die Gesundheit von Prof. Hademar Bankhofers

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28.06.2008 10:16 Kassandra Lee ist offline E-Mail an Kassandra Lee senden Homepage von Kassandra Lee Beiträge von Kassandra Lee suchen Nehmen Sie Kassandra Lee in Ihre Freundesliste auf
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